Start für Osnabrücker Kirchentag in zwei Jahren

Nachricht 26. April 2021

Kirchen gründen Trägerverein für ökumenischen Kirchentag in Osnabrück – Leitwort gesucht

Der Termin steht, der Ort steht, und jetzt steht auch der Trägerverein. Vom 16. bis 18. Juni 2023 soll in Stadt und Region Osnabrück ein ökumenischer Kirchentag stattfinden. Hierfür haben die christlichen Kirchen den Verein „Ökumenischer Kirchentag in Stadt und Region Osnabrück e.V.“ gegründet. Der gemeinnützige Verein soll den regionalen Kirchentag organisieren und durchführen. Anlass für das ökumenische Treffen ist die 375. Jährung des Westfälischen Friedens im Jahr 2023. In Anknüpfung an das historische Ereignis von 1648 fragt der Osnabrücker Kirchentag nach dem gesellschaftlichen Frieden heute und will Demokratieverständnis und Toleranzfähigkeiten sowohl im Kleinen wie auch im Großen stärken.

Vorstand mit drei Konfessionen

Gründungsmitglieder des Trägervereins für den regionalen Kirchentag sind die Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Bramsche, Melle-Georgsmarienhütte und Osnabrück, der Evangelisch-reformierte Synodalverband Emsland-Osnabrück, die Römisch-katholischen Dekanate Osnabrück-Stadt, Osnabrück-Nord und Osnabrück-Süd, das Bistum Osnabrück und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Osnabrück (ACKOS). Bei der Gründungsversammlung wurden Dr. Martin Schomaker, Dechant Stadtdekanat Osnabrück, Ilse Landwehr-Wegner, Präses Evangelisch-reformierter Synodalverband, Dr. Joachim Jeska, Superintendent Kirchenkreis Osnabrück, und Joachim G. Cierpka, Superintendent Kirchenkreis Bramsche, zu Vorstandsmitgliedern gewählt. Den Vorsitz hat Dr. Martin Schomaker.

Nachhaltige Impulse aus Osnabrück

Bisher geplant für den regionalen Kirchentag sind mehrere Veranstaltungen am Freitag, in Anlehnung an des bewährte Format der Langen Nacht der Kirchen, ein vielfältiges Angebot am Samstag – mit Workshops, Musik, Gesprächsrunden, Kreativangeboten, Podiumsgesprächen und Vorträgen – und ein großer, gemeinsamer Abschluss mit Gottesdienst am Sonntag. Der ökumenische Kirchentag in Stadt und Region solle jedoch nicht auf drei Tage beschränkt, sondern nachhaltig angelegt sein, erläuterten Pastor Matthias Binder und Meike Jacobs vom „Friedensort Osnabrück“. So seien bereits im Jahr 2022 „Anwege“ – Vorveranstaltungen in Form eines „Pilgerwegs durch die Region“ – in Kooperation mit Kirchengemeinden vor Ort angedacht. Und auch über den Juni 2023 hinaus sollen Sensibilisierung und Impulse für die Weiterentwicklung der Gesellschaft im Hinblick auf mehr Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung ausgehen. Während das Datum und der grobe Rahmen feststehen, werden die Inhalte erst noch entwickelt. Bei einem Brainstorming-Treffen im Oktober 2020 wurden erste Themen gesammelt, die Katrin Großmann vom Bistum Osnabrück für die Teilnehmer*innen der Gründungsversammlung zusammenfasste. So solle der Kirchentag als „Zeitansage“ zu Themen wie Europa, Menschenrechte, Flüchtlingspolitik, Demokratie und soziale Gerechtigkeit verstanden werden. Weitere mögliche Themenfelder seien das ökumenische Leben in Osnabrück, die Stadtentwicklung im Zeichen von lokalen Konflikten, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Spiritualität, Bildung und der interreligiöse Dialog. Auch Fragen, was die Corona-Pandemie mit uns macht, dauerhaft gemacht hat und was wir aus dem Pandemiegeschehen lernen, stehen auf der Themenliste.

Leitwort gesucht

Wie es gute Tradition bei evangelischen, katholischen und ökumenischen Kirchentagen ist, soll auch der ökumenische Kirchentag in Stadt und Region Osnabrück unter einem Leitwort stehen, welches den wesentlichen Gedanken des Treffens zur Geltung bringt. Der 3. bundesweite Ökumenische Kirchentag in Frankfurt, der vom 13. bis 16. Mai 2021 (online) stattfindet, steht zum Beispiel unter dem Leitwort „Schaut hin“ (Mk 6,38) und fordert dazu auf „ehrlich hinzuschauen, einander zu vertrauen und gemeinsam zu handeln“. Sie haben eine Idee für Osnabrück? Eine Idee für ein Leitwort? Oder Sie wollen eines der Themenfelder mitplanen? Oder kennen Sie jemanden, der Lust hat mitzumachen? Melden Sie sich gerne und schreiben Sie uns eine E-Mail.

Der neue Verein und die Steuerungsgruppe freuen sich darüber, wenn möglichst viele Menschen ihre ökumenischen Hoffnungen, Erfahrungen und Fragen einbringen und sich an der Programmgestaltung beteiligen.

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