Wir vergessen nicht – weil Gott uns nicht vergisst

Nachricht 13. Juni 2026

Sudan-Krise: Hilfe für Menschen in Not

Noora Isaak Abdallah floh 2023 mit ihrem Mann und vier Kindern aus dem Sudan. Sie leben im Flüchtlingscamp Zebout, wo ihr fünftes Kind geboren wurde. Durch den Verkauf von Erfrischungsgetränken erzielt sie ein Einkommen für sich und ihre Familie. Möglich gemacht hat das ein Zuschuss der Diakonie Katastrophenhilfe, den sie mit ihrem Mann in den Kauf eines Kühlschranks investierte. Von ihren Einnahmen kauft sie Lebensmittel, zahlt den Kredit für den Kühlschrank zurück und spart einen Teil an. So konnte sie beispielsweise schon acht Hühner anschaffen, die der Ernährung der Familie zugutekommen. So wie Noora ergeht es Millionen Menschen aus dem Sudan: Sie versuchen, ihr Leben und das ihrer Familien vor dem äußerst brutalen Konflikt in ihrem Land zu retten. Sie fliehen in eines der Nachbarländer. Dafür geben sie ihre Existenzen auf und geraten in Not. Diese Not hat mittlerweile einen großen Umfang. Acht Millionen Menschen benötigen Nahrungsmittelhilfen. Eine fast nicht beachtete humanitäre Katastrophe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit ihrem sudanesischen Partner, dem Netzwerk Emergency Response Rooms, zusammen, um die Bevölkerung Schritt für Schritt wieder in die Lage zu versetzen, sich ausreichend zu ernähren. Organisiert in Form von Nachbarschaftskomitees werden Suppenküchen organisiert, Notunterkünfte ausgestattet, Medikamente und Trinkwasser bereitgestellt. So erleben die Menschen, dass sich Wege in die Zukunft öffnen, auf denen sie die nächste Zeit gehen können.

Im Buch des Propheten Jesaja sagt Gott zu, Menschen in die Hände zu zeichnen: ein sicheres Zeichen, nicht vergessen zu werden. Im Bewusstsein dieser Zusage können wir alle etwas dafür tun, niemanden auf dieser Welt zu vergessen, der in Not ist und Unterstützung braucht. Danke für Ihre Anteilnahme!