Doris-Janssen-Reschke-Preis 2026 für diakonische Projekte

Nachricht 24. Juni 2026

Drei Initiativen in Stadt und Landkreis Osnabrück ausgezeichnet

Zum vierten Mal hat die DiakonieStiftung Osnabrück Stadt und Land den Doris-Janssen-Reschke-Preis vergeben. Die Jury, bestehend aus Rita Steinbreder, Hildegard Schwertmann-Nicolai und Dr. Felix Osterheider, zeichnete drei diakonische Projekte aus, die hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden. Den ersten Preis, dotiert mit 2.000 Euro, erhält der Ambulante Hospizverein Bramsche e.V. für seine „Trostbänke gegen Einsamkeit“. Der zweite Preis in Höhe von 1.000 Euro geht an das Projekt „Sprachpat*innen“ in Melle und den dritten Preis mit 500 Euro bekommt die ökumenische Initiative „Trude lädt ein“ am Gertrudenberg in Osnabrück.

Trostbänke in Bramsche

An fünf Standorten in Bramsche stehen die Bänke des Hospizvereins. Sie sind nicht nur Ruhepunkte, sondern signalisieren: Hier ist Raum für Trauer, Gespräch und menschliche Nähe. Einmal im Monat sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen vor Ort präsent, um als Ansprechpartner*innen Unterstützung in schweren Zeiten zu schenken (Ansprechpartnerin: Griet Beimdieck, Vorsitzende des Hospizvereins, Telefon 05461 72469).

Im Tandem Deutsch lernen in Melle

Geflüchtete Menschen werden in Kontakt gebracht mit Menschen, die ihre deutschen Sprachkenntnisse im direkten Gespräch weitergeben wollen und mit ihrem aktiven Interesse dafür sorgen, dass die deutsche Sprache gelernt und gefördert wird. Die Tandems treffen sich einmal die Woche und unterhalten sich. Sie gehen spazieren, in die Bibliothek, zum Sportfest oder gemeinsam Einkaufen. Mittlerweile gibt es 20 Sprachpat*innen (Ansprechpartnerin: Barbara Nixdorf, Koordinatorin des Projekts bei der Diakonie, Telefon 0176 15200533).

Trude lädt ein in Osnabrück

„Trude lädt ein“ fördert den Kontakt zwischen Ameos-Patient*innen, Besucher*innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen aus Osnabrück und den umliegenden Gemeinden. Das Projekt möchte Menschen mit und 
ohne Psychiatrieerfahrung zum Leben ermutigen, inspirieren und einen interessierten, offenen Dialog ermöglichen. Dazu organisiert „Trude“ unter anderem Bilderausstellungen, Konzerte und ökumenische Gottesdienste (Ansprechpartnerin: Anja Breer, Trude-Projektleitung, Telefon 0541 318259).

Preisverleihung am 17. September in Hilter

Bei einem Diakoniefest am 17. September um 17 Uhr in der Johannes-der-Täufer-Kirche, Am Kirchplatz 7, 49176 Hilter, und auf dem Kirchplatz in Hilter findet die Preisverleihung statt. Superintendent Dr. Joachim Jeska gestaltet die Andacht, die Jury-Mitglieder halten die Laudatio.

Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke (1944–2008)

Der Doris-Janssen-Reschke-Preis erinnert an die erste Landessuperintendentin (heutiger Titel: Regionalbischöfin) der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, die von 1998 bis 2007 im Sprengel Osnabrück tätig war. Sie stellte diakonisches Handeln in den Vordergrund. Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft lag ihr am Herzen. Die Preisgelder werden den Erträgen des Doris-Janssen-Reschke-Fonds entnommen. Spenden an die DiakonieStiftung werden ausschließlich für Menschen in aktuellen Notlagen verwendet.

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