Osterbotschaft von Regionalbischof Friedrich Selter

Nachricht 04. April 2026

Ostern kann man nicht mit dem Verstand begreifen – Ostern muss man erleben!

Ostern ist das Fest der Auferstehung. Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi. Aber was bedeutet das eigentlich? Ich glaube, man kann das nicht wirklich mit dem Verstand begreifen. Ich glaube, man muss sich aufmachen und etwas erfahren. Für mich sind Ostergottesdienste wichtig. Gemeinsam mit anderen das Brot und den Wein zu teilen, das Abendmahl zu feiern. Ganz viel läuft auch über die Musik: Die Osterlieder sind fröhlich und hoffnungsvoll gestimmt. Manche könnte ich das ganze Jahr über singen.

Wenn man die Erzählungen liest, in denen von der Auferstehung Jesu Christi berichtet wird, dann sind das alles Geschichten von Begegnung, Geschichten des Miteinanders. Und erst in diesen Begegnungen, in diesem Miteinander gibt sich der Auferstandene zu erkennen. Da sind die beiden Jünger, die nach der Kreuzigung wieder nach Hause gehen, nach Emmaus. Die treffen unterwegs einen Mann, den sie nicht zu kennen meinen. Und erst als dieser Fremde bei ihnen einkehrt, mit ihnen zu Tisch sitzt und ihnen das Brot bricht, da erkennen sie ihn wieder: Er ist der auferstandene Jesus Christus.

Ich glaube, es braucht diese Erzählungen, es braucht die Erfahrung von Miteinander und Zusammenhalt, um die Hoffnung zu spüren, die die Osterbotschaft meint: Die Liebe Gottes ist nicht totzukriegen. Ostern bedeutet: Das Leben kann noch einmal beginnen. Deshalb meine Einladung, sich aufzumachen: zu irgendeinem Ostergottesdienst. Die Vielfalt ist groß. Und irgendwas werden Sie ganz bestimmt mitnehmen!