„Fantasie, Mut und ein Herz für die Menschen“

Nachricht 13. Juli 2026

Pastorinnen-Ehepaar Ellen und Steffi Radtke aus St. Michaelis verabschiedet

Nach drei Jahren in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Michaelis ist das Pastorinnen-Ehepaar Ellen und Steffi Radtke in einem Gottesdienst verabschiedet worden. Pastorin Inga Göbert, stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Osnabrück, entpflichtete Ehepaar Radtke aus dem Dienst in der Gemeinde. Segenswünsche, musikalische Grüße und gute Worte des Kirchenvorstands begleiten die Pastorinnen, deren Weg jetzt nach Hannover beziehungsweise Wunstorf führen wird.

Als Vertreterin des Kirchenkreises hob Inga Göbert hervor, dass den beiden Pastorinnen der „Jubel und Dank der Gemeinde sicher ist, das klingt hier heute durch die Kirche. Dafür, dass ihr hier wart und dass ihr Kraft hattet für das, was anlag, dass ihr Fantasie, Mut und ein Herz für die Menschen hier hattet“, sagte Göbert. Viele Ideen und Projekte seien realisiert worden, zum Beispiel Taufen in einem Pool in der Kirche, die Umsetzung und Eröffnung des Cafés Himmelreich oder die Umwidmung des Gemeindefestes zu einem Drachenfest mit vielen Kooperationspartner*innen aus den Stadtteilen Eversburg und Pye. Dafür gelte den engagierten Pastorinnen ein großer Dank. Für die Schritte auf dem weiteren Weg wünschte Göbert im Namen des Kirchenkreises Segen, Ruhe und Kraft, um die Veränderung gestalten zu können.

Mit Ideen, Tatkraft und dem festen Willen etwas zu bewegen

Für den Kirchenvorstand berichtete die Vorsitzende Katharina Siebels aus den vergangenen drei Jahren mit Ehepaar Radtke. In der Gemeinde, die ihre Traditionen liebe, hätten Steffi und Ellen Radtke verstaubte Strukturen verändert. „Dann wart ihr plötzlich da, zwei neue Gesichter mit spürbarer Begeisterung für euren Beruf, mit Ideen, Tatkraft und dem festen Willen etwas zu bewegen“, sagte Siebels. Die beiden Pastorinnen hätten neue Impulse gesetzt, Aktionen ins Leben gerufen und mit großem Engagement in der Gemeinde gearbeitet. „Ihr habt Missstände benannt und den Rotstift angesetzt, um Dinge zu verbessern. Das war nicht immer bequem, aber es war notwendig“, so Siebels in ihrem Grußwort. Steffi und Ellen Radtke hätten in verhältnismäßig kurzer Zeit große und tiefe Spuren hinterlassen, für die die Gemeinde dankbar sei. Den Pastorinnen und ihrer Familie wünsche die Gemeinde weiterhin Neugier, Freude und Zuversicht für die neuen Wirkungsorte in Hannover und Wunstorf.

Ellen Radtke wird künftig in der Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt der Landeskirche Hannovers arbeiten. Steffi Radtke übernimmt eine Stelle als Schulseelsorgerin an der Evangelischen Integrierten Gesamtschule Wunstorf. Beide betonten im Gottesdienst in der gut gefüllten St.-Michaelis-Kirche, dass der Abschied aus Osnabrück keine Entscheidung gegen die Gemeinde sei. Vielmehr warteten nun neue und andere Aufgaben auf sie, die ihnen ebenso wie die Gemeindearbeit am Herzen lägen.

Zeit für persönliche Abschiedsworte und direkten Austausch bot das Beisammensein nach dem Gottesdienst. Dies nutzten viele Menschen aus der Gemeinde, dem Stadtteil oder anderen Zusammenhängen und verbrachten Zeit im von Steffi und Ellen Radtke mitinitiierten Café Himmelreich oder am Eiswagen, den der Kirchenvorstand organisiert hatte.