Friedensort Osnabrück FO:OS

Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens

Liebe regiert – Friedenslied für Osnabrück

Von Doreen Avci und Frederik Bulthaup

Der Friedensort Osnabrück FO:OS lädt herzlich ein zur Erstaufführung des Friedenslieds für Osnabrück „Liebe regiert“ am Samstag, 7. November 2026, um 11.30 Uhr in der St.-Marien-Kirche sowie zu einem anschließenden Stehempfang bis 12.30 Uhr.

Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hannover 2025 hat ein Team von Komponisten und Komponistinnen für jeden der acht Friedensorte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ein Lied komponiert, in dem der Charakter der Arbeit vor Ort oder ein Schwerpunkt aufgegriffen wurde.

Das für den Friedensort Osnabrück komponierte Lied „Liebe regiert“ ist komponiert worden von Frederik Bulthaup (Text) und Doreen Avci (Musik) und soll überhaupt erst von einem Projektchor unter der Leitung von Popkantor Jens Niemann eingeübt werden. Es wird zwei Probentermine dafür geben. Wer Interesse hat mitzusingen, schreibe eine E-Mail an friedensort-osnabrueck@evlka.de.

Aufgeführt wird es dann im Rahmen des Ökumenischen Friedensgebets, das von Pastor Cord-Michael Thamm geleitet wird, der als Friedensbeauftragter des Kirchenkreises auch die Arbeit am Friedensort Osnabrück FO:OS koordiniert.

Zugleich markiert dieser Tag den Auftakt zur diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade unter dem Motto „couragiert widerständig“ sowie den 10. Jahrestag der so genannten Friedens-Synode der hannoverschen Landeskirche in Osnabrück. Auf dieser Tagung der Landessynode hat sich die Landeskirche auf den Weg des gerechten Friedens begeben. Im Zuge dessen waren die Friedensorte entstanden.

Seien Sie uns herzlich willkommen!

Ihr Pastor Cord-Michael Thamm, FO:OS

Erläuterungen zum Friedenslied

Von Anbeginn an haben Christinnen und Christen gesungen, wenn sie sich zu Gebet und Gottesdienst versammelt haben.

Die Reformation wäre ohne den Gesang und die neu gedichteten Lieder nicht so erfolgreich gewesen.

Die Menschen in den drei baltischen Ländern Litauen, Lettland und Estland haben singend die politische Wende in ihren Ländern herbeigeführt, die schließlich in die Unabhängigkeit von der von Russland dominierten Sowjetunion mündete.

Und auch bei den Montagsdemonstrationen und in den Kirchen in der damaligen DDR wurde im Herbst 1989 nicht nur geredet und gebetet, sondern auch gesungen.

2023 verbanden über 25.000 Menschen die beiden Friedensstädte Osnabrück und Münster in einer ca. 50 km langen Friedenskette und sagen das Lied von John Lennon:

„All we are saying is give Peace a chance“

So verbanden sich Menschen aus den beiden Friedensstädten des Westfälischen Friedens, von denen eine auch Friedensort der Landeskirche Hannovers ist.

Für den Kirchentag in Hannover sind 2025 für jeden der acht Friedensorte Friedenslieder komponiert worden.

Osnabrück ist seit September 2019 einer von acht Friedensorten der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Am Friedensort Osnabrück wird der Weg einer „Kirche des gerechten Friedens“ erkundet und erprobt. Den Weg einer Kirche des gerechten Friedens zu suchen und zu gehen, geschieht hierbei im Kontakt und Austausch mit Menschen und durch innovative Vernetzung und Kooperation mit lokalen Akteuren aus kirchlichen und nichtkirchlichen Zusammenhängen.

Die 375. Jährung des Westfälischen Friedens von 1648 war Anlass, diesen Friedensschluss in seiner Bedeutung auch für die Gegenwart neu zu befragen. Vom 16. bis 18. Juni 2023 wurde so unter anderem am Friedensort Osnabrück zwischen dem Rathaus des Westfälischen Friedens und der Evangelisch-lutherischen St.-Marien-Kirche der Regionale Ökumenische Kirchentag gefeiert. Mitarbeitende des Friedensortes FO:OS waren im Trägerkreis maßgeblich bei Konzeptionierung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Kirchentages beteiligt. Das Motto war „Wege des Friedens“. Den Abschlussgottesdienst haben auch Gäste aus dem südafrikanischen Partnerkirchenkreis mitgefeiert.

Kein Friedensort wie die anderen

Der Friedensort Osnabrück unterscheidet sich von den anderen Friedensorten in der Landeskirche Hannovers, denn hierbei handelt es sich um einen ideellen Ort, kein Kommunikationszentrum oder anderweitig feststehendes Gebäude. Den Weg einer Kirche des gerechten Friedens zu suchen und zu gehen, geschieht am Friedensort Osnabrück im Kontakt und Austausch mit Menschen und durch innovative Vernetzung und Kooperation mit lokalen Akteuren aus kirchlichen und nichtkirchlichen Zusammenhängen.

Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung 2019

Kontakt

Pastor Cord-Michael Thamm
Arndtstr. 19
49080 Osnabrück
Mobil: 0171 2846742

Friedensorte

In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gibt es acht Friedensorte. Ihre Einrichtung geht auf Beschlüsse der Landessynode zurück, die bei ihrer Tagung in Osnabrück im November 2016 einstimmig das Wort „Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“ verabschiedet hatte.

Als Ziel wurde für die Landeskirche Hannovers formuliert, „Schritte zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in den Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen der Landeskirche zu verstärken und ins Zentrum des kirchlichen Bewusstseins und Handelns“ zu rücken. Die Landessynode regte außerdem an, in der Landeskirche „besondere Orte als geistliche und kommunikative Zentren für die Themen des gerechten Friedens zu stärken“.

Zur Website der Friedensorte

Außerschulischer Lernort

Der Friedensort Osnabrück ist außerschulischer Lernort im Sprengel Osnabrück der Landeskirche Hannovers.

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