Beschlüsse zum Trägerwechsel für 25 Kindertagesstätten im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Osnabrück und zur Erarbeitung eines Konzepts für den Kirchenkreis Osnabrück im Jahr 2030 sowie der Ephoralbericht von Superintendent Dr. Joachim Jeska waren inhaltliche Schwerpunkte der fünften Sitzung, zu der die Kirchenkreissynode (KKS) Osnabrück jetzt im Gemeindehaus von St. Marien zusammenkam.
Breite Zustimmung für Trägerwechsel
Bereits bei zwei vorherigen Sitzungen war das Thema Überleitung der Kita-Trägerschaft an den Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land ausführlich beraten worden. Robert Gehrmann, betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer für die Kitas im Kirchenkreis Osnabrück, führte ergänzend aus, dass der Kirchenkreisverband eine unselbstständige Dienststelle für die Kindertagesstätten erhalte, in der die Arbeit für die Kitas zusammengeführt werde. Die drei regionalen Kita-Geschäftsstelle blieben bestehen und sorgten für kurze Wege. Zwischen den Kirchengemeinden und den Kitas regelten Kooperationsvereinbarungen die Zusammenarbeit.
Mit 41 Ja-Stimmen, 15 Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen entschied die KKS, die Kita-Trägerschaft an den Kirchenkreisverband zu übertragen. Die Kirchenkreissynoden von Bramsche und Melle-Georgsmarienhütte sowie der Kirchenkreisverbandsvorstand hatten bereits einige Tage zuvor für die Übergabe der Kita-Trägerschaften an den Kirchenkreisverband gestimmt. Zum 1. Januar 2027 ist der Betriebsübergang geplant.
Den weiteren Plan für die Übergabe und die Auswirkungen auf die Mitarbeitendenvertretung (MAV) erläuterten Dörte Kindermann für die MAV im Kirchenkreis Osnabrück und Ulrike Heienbrok für die MAV im Kirchenkreisverband. Bis zum Übergang würden gemeinsame Dienstvereinbarungen für alle Mitarbeitenden erstellt. Außerdem würden Regelungen zu Arbeitszeitkonten, Arbeitszeiten, Urlaubsgewährung, betrieblichem Eingliederungsmanagement und anderen Themen erarbeitet, sagte Kindermann. Nach dem Wechsel zum Kirchenkreisverband würden für die einzelnen Dienstellen eigene Vertretungen gewählt werden. Dies erfolge voraussichtlich bis Ende April 2027, erklärte Heienbrok.