Bei der sechsten Sitzung der Synode des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück standen ein „Tax-Compliance-Management-System“, ein Bericht der Steuerungsgruppe des Kirchenkreises, ein Überblick zum Beteiligungsverfahren für das Zukunftskonzept, Nachwahlen für die Ausschüsse der Kirchenkreissynode (KKS) sowie Veränderungen im Kirchenamt Osnabrück-Stadt und -Land und dem Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land auf der Tagesordnung.
Auf Umsatzsteuerpflicht vorbereiten
Michael Pohle und Claudia Ahrens aus dem Kirchenamt Osnabrück-Stadt und -Land stellten ein „Tax-Compliance-Management-System“ vor. Hintergrund ist die wahrscheinlich zum 1. Januar 2027 in Kraft tretende Umsatzsteuerpflicht für Körperschaften öffentlichen Rechts, die damit auch für den Kirchenkreis und viele Kirchengemeinden relevant wird. Wichtig im Sinne einer Compliance sei, so führte Ahrens aus, die steuerrechtlichen Vorgaben einzuhalten auf allen Ebenen. „Es sind Regelungen zu treffen, um strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen“, sagte Ahrens. Dann wisse jeder, wer wofür zuständig sei und was in wessen Verantwortungsbereich liege. Die Fachstelle Umsatzsteuer im Kirchenamt müsse zum Beispiel über Nutzungsänderungen von Räumen oder Gegenständen informiert werden. Auch neue Einnahmequellen müssten mit der Fachstelle betrachtet werden, ob und welche Steuerpflicht entstehe. Für die zweite Jahreshälfte 2026 kündigten Pohle und Ahrens Schulungen für die Verantwortlichen im Kirchenkreis und den Kirchengemeinden an.