Zwei Veranstaltungen, die sich auf unterschiedliche Art mit dem Judentum befassen: Am 23. April ist die renommierte Theologin Prof. Dr. Ursula Rudnick um 18.30 Uhr in der Evangelisch-lutherischen Andreaskirche in Wallenhorst zu Gast. Knapp zwei Wochen später gastiert am 4. Mai der Comedian ALFONS im Theater Osnabrück. Beide Veranstaltungen sind Teil des Projekts „In Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft“ von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche, an dem sich die Andreasgemeinde Wallenhorst gemeinsam mit den Evangelischen Stiftungen Osnabrück beteiligt. Beide Veranstaltungen richten sich insbesondere an Jugendliche, die dazu ermutigt werden sollen, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.
Was geht uns das Judentum an?
Die renommierte Theologin Prof. Dr. Ursula Rudnick spricht am Donnerstag, 23. April, um 18.30 Uhr in der Andreaskirche in Wallenhorst über die Frage: „Was geht uns das Judentum an?“ und beleuchtet die Entwicklungen und Herausforderungen im jüdisch-christlichen Dialog. Die Beauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für Kirche und Judentum wird erörtern, wie sich die Beziehung zwischen Juden und Christen verändert hat und vor welchen Herausforderungen das Verhältnis heute steht – ein Aspekt, der besonders für Jugendliche von Bedeutung ist, denn sie gestalten in Zukunft diese Beziehung. Der Vortrag wird musikalisch untermalt.
ALFONS – jetzt noch deutscherer
Am Montag, 4. Mai, ist der Comedian ALFONS im Theater in Osnabrück zu Gast und präsentiert sein Bühnenstück „ALFONS – jetzt noch deutscherer“. Der gebürtige Franzose, der in Hamburg lebt und in orangefarbener Trainingsjacke, mit großem Puschelmikrofon und unschuldigen Fragen an Passanten hierzulande bekannt wurde, widmet sich der Völkerverständigung und Toleranz. Sein Theaterstück, mit dem er sich an Jugendliche und Schüler richtet, handelt von seiner Überlegung, zusätzlich die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen – zumal er seine Wahlheimat liebt. Was diese Frage mit seiner Kindheit, mit seiner Großmutter, die Ausschwitz überlebte und mit seinem Urgroßvater, der aus Ausschwitz nicht zurückkehrte, zu tun hat, erzählt er nachdenklich, humorvoll und klug. Mit Humor und Tiefgang spricht er junge Menschen an und nähert sich Fragen von Identität, Erinnerung, Völkerverständigung und Toleranz auf persönliche Weise.
Die Andreasgemeinde hat ein Kontingent von 30 Tickets erworben, die sie zu vergünstigten Preisen insbesondere an Jugendliche und junge Menschen abgibt (Kinder, Schüler und Jugendliche 5 Euro, begleitende Eltern 10 Euro). Restkarten werden ohne Altersbeschränkung abgegeben. Wem es gelingt, eine der Karten zu bekommen, kann an einem anschließenden Gespräch mit ALFONS teilnehmen und Fragen an ihn richten. Interessenten melden sich bitte im Gemeindebüro der Andreasgemeinde Wallenhorst (E-Mail: pfarrbuero@andreas-wallenhorst.de).
In Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft
Unter dem Motto „In Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft“ hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche ein Projekt mit vielfältigen Aktionen ins Leben gerufen. Die Andreasgemeinde in Wallenhorst und die Evangelischen Stiftungen Osnabrück beteiligen sich gemeinsam an dem Projekt, um für die Bedeutung von Völkerverständigung und offenem Dialog in gegenseitigem Respekt zu sensibilisieren.