Sieben Tage Schöpfung - was bleibt?

Interdisziplinäre Veranstaltungswoche zum Thema Schöpfungsbewahrung in St. Marien Osnabrück mit Joseph Haydns „Die Schöpfung"

Zur kritischen Auseinandersetzung anregen, Diskussionen anstoßen, Bewusst- sein schaffen – hierzu lädt die Veranstaltungswoche "Sieben Tage Schöpfung - was bleibt?“ der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien Osnabrück in der Zeit vom 22. bis 30. Juni 2019 ein. Initiiert von Kirchenmusikdirektor Carsten Zün- dorf und gefördert u.a. von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Hanns-Lilje-Stiftung (Kulturkirche) widmet sich die Veranstaltung in Konzerten, einer Ausstellung, Vorträgen, Gottesdiensten und einer Podiumsdis- kussion drängenden Fragen rund um die Themen Schöpfungsbewahrung, Nach- haltigkeit und Umwelt- bzw. Klimaschutz: Wie gehen wir mit Natur und Um- welt um, was bleibt von ihrer Vielfalt und in was für einer Welt wollen wir zu- künftig leben?

Die Aufführung von Joseph Haydns (1732-1809) Oratorium „Die Schöpfung“ beschließt am Sonntag, den 30. Juni um 19.00 Uhr die Veranstaltungswoche – in diesem Fall nicht nur ein Loblied auf die Schöpfung Gottes. Der Veranstal- tungswoche voraus geht ein Schülervermittlungsprojekt in Kooperation mit der Ursulaschule Osnabrück. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen widmen sich im u.a. im Musik-, Kunst- und Erdkundeunterricht sowie an zwei ausführlichen Projekttagen dem Gesamtthema „Sieben Tage Schöpfung – was bleibt?“.

Ausstellung von Peter Eickmeyer
Bereits ab Mitte Juni sind im Chorumgang der Marienkirche Werke des Meller Künstlers Peter Eickmeyer (*1964) zu sehen. Bekannt vor allem durch sein Graphic Novel „Im Westen nichts Neues“ kontrastiert Eickmeyer in seiner Ausstellung Szenen der Schöpfungsgeschichte mit Bildern aus dem Hier und Jetzt. Deutlich tritt die Bedrohung von Natur um Umwelt durch den Menschen in den Vordergrund. Die Ausstellung wird am Samstag, den 22. Juni um 19.00 Uhr im Anschluss an den Wochenschlussgottesdienst offiziell eröffnet. Sie ist noch bis Mitte August zu sehen.

Konzerte, Vorträge, Themengottesdienste und Podiumsdiskussion
Auch der Kinderchor St. Marien stellt in seiner szenischen Aufführung des Kindermusicals „Nach uns die Sintflut“ von Johannes Matthias Michel am Sonntag, den 23. Juni um 16.00 Uhr Auswirkungen des menschlichen Handelns auf Gottes "gute Schöpfung“ dar. Die Vorstellung findet bei freiem Eintritt im Gemeindehaus statt und wird am Montag, den 24. Juni um 18.00 Uhr wiederholt. Die Leitung hat Majka Wiechelt. Themengottesdienste, Vorträge und eine Podiumsdiskussion laden im Laufe der Woche zu weiterer Auseinandersetzung mit dem Thema ein. „Verwirrung weicht und Ordnung keimt empor“, unter diesem Titel widmen sich am Dienstag, den 25. Juni ab 20.00 Uhr Prof. Dr. Anselm Hagdorn (Universität Osna- brück) und KMD Carsten Zündorf (St. Marien, Osnabrück) Haydns Schöpfung aus theologischer sowie musikgeschichtlicher Sicht. Am Mittwoch, den 26. Juni heißt es ab 19.30 Uhr „Schluss mit der Ökomoral: Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken“; ein Impulsvortrag von Dr. Michael Kopatz (Wuppertal Institut), dem sich eine Podiumsdiskussion mit Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Zivilgesellschaft zum selben Thema anschließt.

Haydns „Schöpfung“ mit Marienkantorei und Bach-Chor
Die Woche endet am Sonntag, den 30. Juni um 19.00 Uhr mit der Aufführung von Joseph Haydns berühmtem Oratorium „Die Schöpfung“. Erstmals werden zu dieser Gelegenheit die Marienkantorei Osnabrück und der Bach-Chor Os- nabrück gemeinsam unter der Leitung von KMD Carsten Zündorf auf der Büh- ne der Marienkirche stehen. „Die Schöpfung“ – ein einziges Loblied auf Gottes wunderbare Werke – wird in dieser Aufführung mit den Bildern Peter Eickmey- ers kontrastiert, die während des Konzertes in den Chorumgang projiziert wer- den und bei denen einem das Lob unvermittelt im Halse stecken bleibt. Es spielt das Barockorchester „Concerto con anima“ (Konzertmeisterin: Ingeborg Scheerer). Als Gesangssolisten konnten Hanna Zumsande (Sopran), Stefan Sbonnik (Tenor) und Thomas Laske (Bariton) verpflichtet werden. Der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, den 1. Juni bei der Tourist Information Osnabrück (Preise: 10-35 Euro zzgl. 10% VVK-Gebühr).

Förderpartner der Veranstaltungswoche sind neben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Hanns-Lilje-Stiftung die Hannoversche Landeskirche, der Kirchenkreis Osnabrück, die Stadt Osnabrück, die Kirchenmusikstiftung Ziegler sowie der Förderverein „Musik an St. Marien“ e.V.

Ausführliche Programminformationen unter www.musikanmarien.de