Kirche mit kurzen Wegen - Kennenlernabend für neue Kirchenvorstände in Osnabrück

Sie sind schon mittendrin, und doch noch ganz am Anfang: Vergleicht man die sechsjährige Amtszeit im Kirchenvorstand mit einem Marathon, sind die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher erst bei Kilometer drei. Zeit für eine erste Wegzehrung. Die gab es jetzt bei einem Kennenlernabend im Kirchenamt in Osnabrück, mit dem Ziel, für kurze Wege zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen zu sorgen.

Die meisten der neuen Kirchenvorsteher – und auch einige, die schon länger dabei sind – informierten sich über die Unterstützungsangebote ihres Kirchenkreises. Foto: Frank Waniek
Die meisten der neuen Kirchenvorsteher – und auch einige, die schon länger dabei sind – informierten sich über die Unterstützungsangebote ihres Kirchenkreises. Foto: Frank Waniek

Osnabrück. Rund 100 Ehrenamtliche haben im Juni ihr Amt als Kirchenvorsteherin oder Kirchenvorsteher aufgenommen, um die 18 Gemeinden im Kirchenkreis Osnabrück in den nächsten sechs Jahren zu leiten. Unter den Gewählten und Berufenen sind über 40 Ehrenamtliche neu im Kirchenvorstand. Diese – aber auch die langjährigen Mitglieder – waren Anfang November zu einer Infoveranstaltung im Kirchenamt Osnabrück-Stadt und -Land eingeladen. Unter der Überschrift „Who‘s who im Kirchenkreis“ konnten die Teilnehmer die Organisation und Arbeitsweise ihres Kirchenkreises kennenlernen. Superintendent Dr. Joachim Jeska betonte, dass der Kirchenkreis keine abstrakte Größe sei: „Wir alle sind der Kirchenkreis: Sie als Ehrenamtliche, die in den Kirchenvorständen Verantwortung für Ihre Gemeinde übernommen haben, und die Hauptamtlichen, die Sie in Ihrer Arbeit unterstützen.“

Begleitung gerade am Anfang wichtig

Im Vier-Minuten-Takt stellten sich verschiedene Mitarbeitende mit ihren Aufgabenbereichen vor. Das Themenspektrum reichte von der Ausschussarbeit über Fundraising, Jugendarbeit, Kirchenmusik, Inklusion, Sozialarbeit und Kindertagesstätten bis hin zu den Verwaltungsdienstleistungen des Kirchenamtes, in dem rund 90 Mitarbeitende die Kirchenvorstände in ihrer Arbeit unterstützen. „Durch diese Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, dass die Kirchengemeinden auf möglichst kurzem Weg Kontakt zum zuständigen Mitarbeitenden bekommen und wissen, an wen sie sich wenden können“, sagt Diakonin und Freiwilligenmanagerin Cornelia Poscher. „Die Kirchenvorstandsarbeit wird immer vielfältiger. Deshalb sind Unterstützung und Begleitung gerade am Anfang wichtig. Die neuen Kirchenvorsteher sollen gut reinkommen und sich auch weiter gut begleitet wissen, damit sie motiviert dabeibleiben.“

Den Blick in die Landeskirche weiten

An dem Abend wurde auch ein Blick auf die weiteren Ebenen der Landeskirche geworfen. Die Landeskirche Hannovers ist flächen- und mitgliedermäßig die größte Landeskirche in Deutschland und deshalb in sechs Sprengel unterteilt. Der informative Austausch wurde organisiert vom Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land und fügt sich ein in eine Reihe von Veranstaltungen zur Begleitung der Kirchenvorstandswahlen und der Ehrenamtlichen, die sich für ihre Kirchengemeinde engagieren. Vor dem Termin in Osnabrück gab es bereits ähnliche Angebote in den Kirchenkreisen Bramsche und Melle-Georgsmarienhütte. Für den 22. März 2019 ist eine weitere Abendveranstaltung geplant mit Impulsen, Austausch und Workshops rund um die Kirchenvorstandsarbeit.