In Osnabrück läuten die Glocken für Frieden und Einheit

Kirchen und Friedhofskapellen lassen am Freitag, 21. September, von 18 bis 18.15 Uhr die Glocken läuten. Anlässlich des Europäischen Jahres des kulturellen Erbes setzen wir so ein Zeichen für Frieden und die Einheit Europas.

Foto (Stadt Osnabrück, Simon Vonstein):
Im Glockenturm von St. Marien: (von links) Stadtdechant Dr. Bernhard Stecker, Superintendent Dr. Joachim Jeska und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert freuen sich auf ein starkes Friedenszeichen aus Osnabrück.
Foto (Stadt Osnabrück, Simon Vonstein):
Im Glockenturm von St. Marien: (von links) Stadtdechant Dr. Bernhard Stecker, Superintendent Dr. Joachim Jeska und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert freuen sich auf ein starkes Friedenszeichen aus Osnabrück.

An der Aktion, die am internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen stattfindet, werden europaweit Kirchengemeinden teilnehmen. Dazu aufgerufen haben in Deutschland Verbände der Städte, Gemeinden und Kirchen sowie die Bundesministerin für Kultur und Medien. Ziel ist es, ein Zeichen des Friedens und der Identifikation mit dem reichen gemeinsamen Kulturerbe in Europa zu setzen. In Osnabrück beteiligen sich stadtweit 35 Gemeinden unseres Kirchenkreises sowie der katholischen Kirche und der Stadt Osnabrück mit den Glocken in den Kapellen auf den Friedhöfen. „Es ist wunderbar, dass von der Friedensstadt dieses geeinte und starke Zeichen für Frieden und die Einheit Europas gesendet wird und dass dies an vielen Orten Europas gleichzeitig geschieht“, freut sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Die Kirchengemein- den Osnabrücks mussten nicht lange überzeugt werden, bei dieser so einfachen und doch großartigen Aktion mitzumachen, wie Superintendent Dr. Joachim Jeska und Stadtdechant Dr. Bernhard Stecker berichten. Jeska ergänzte: „Mit dem Geläut laden wir zugleich zum Innehalten ein und bieten sehr unterschiedliche Formen von Andachten / Gebeten an.“

Das gleichzeitige europaweite Glockenläuten als symbolischer Akt für die Einigkeit Europas findet anlässlich des Europäischen Jahres des kulturellen Erbes mit dem Titel „Sharing Heritage – das Erbe teilen“ statt. Das Jahr erinnert auch an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 und den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren und appelliert in zahlreichen Veranstaltungen dafür, sich für eine friedliche und geeinte Zukunft Europas einzusetzen. Ein weiterer Osnabrücker Beitrag zu diesem europäischen Themenjahr war das europäische Jugendprojekt „Labor Europa“, zu dem die Stadt im August mehr als 50 junge Europäer aus 16 Ländern nach Osnabrück eingeladen hatte.