Eindrücklicher Friedensgang gegen aufkommenden Antisemitismus

Trotz des regnerischen und stürmischen Wetters kamen am 13. März 2019 etwa 200 Menschen zum Stadttheater Osnabrück, um auf Initiative des Runden Tisches der Religionen, der Stadt Osnabrück und der jüdischen Gemeinde ein Zeichen zu setzen gegen aufkommenden Antisemitismus.

Bereits während des Auftaktes sprachen unterschiedliche Redner und mahnten sehr deutlich, den Anfängen zu wehren: Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Bürgermeister Burkhard Jasper und Generalmusikdirektor Andreas Hotz. Gemeinsam zogen alle zum Mahnmal in der Alten-Synagogen-Straße, um dort den Worten vom stellv. Leiter der niedersächsischen Gedenkstätten Jens Binner (dessen Rede vorgelesen wurde, da er kurzfristig absagen musste), Bürgermeisterin a.D. Karin Jabs-Kiesler und dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Michael Grünberg zu lauschen. Es folgte der von der Polizei sorgsam begleitete Gang durch das Katharinenviertel bis hin zur Synagoge in der Barlage. Dort wartete die 10. Klasse der Erich-Maria-Remarque-Realschule mit einer sehr eindrücklichen Performance zum Thema Ausgrenzung auf die Demonstrierenden: „We remember“. Der Saal war bestens gefüllt, denn am Abend waren noch mehr Menschen gekommen, um ihrerseits deutlich zu signalisieren, dass dem Antisemitismus in unserer Stadt kein Boden geboten werden dürfe. Es sprach hier noch der Vorsitzende der Mili Görüs-Moschee Kenan Akcöltekin. Bei koscheren HotDogs klang der Abend aus und es wurde klar: Wann immer die Vertreter*innen einer Religion angegriffen werden, stehen die Vertreter*innen der anderen Religionen ihnen zur Seite.