Improtestanten spielten mit jeder Körperfaser

„Fünf-vier-drei-zwei-eins-los“, vielfach und lautstark wiederholt war dieser Ruf zugleich Anfang und Ende in der St. Katharinenkirche Osnabrück - der Anfang eines heiteren Abends mit Themen über Gott und die Welt und das Ende einer Ausstellung über Frauen der Reformation.

Nach vierwöchiger Ausstellung „Frauen der Reformation“ erschien Katharina Zell persönlich in der St. Katharinenkirche in  Osnabrück. Pastorin Stefanie Lohmann aus Gehrde, übernahm ihre Rolle. Sie erzählte aus dem Leben der streitbaren Pastorenfrau, die zur Vorkämpferin für gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Mann und Frau wurde. Katharina Zell hatte es sich auch herausgenommen, die „Freiheit eines Christenmenschen“ auch für Frauen zu beanspruchen.

Scharfzüngig, blitzschnell und schonungslos setzten sich die Improtestanten der Ev. Fachschulen Osnabrück unter Leitung von Friedrike Niederdalhoff in Szene. Sie spielten mit jeder Faser ihres Körpers, mit Stimme und viel Kreativität. Dafür brauchten sie kein Drehbuch, Kostüm oder Bühne. Wohl aber das Publikum. Das gab reichlich Impulse, und die Improtestanten setzten sie um.  „Ich bin ein Ablassbrief“, „Ich der Abfluss“ „Und ich ein verwirrter Christ“, ideenreich wurde Reformation und Gemeindeleben in Szene gesetzt. Ein Standbild war geformt und dann wurde es schwierig: „Welches Bibelwort passt dazu? Dagegen war leicht zu beantworten, als es um das wesentliche Talent eines weiblichen Gemeindegliedes ging: „Kuchen backen können, natürlich.“ Die Improtestanten der Ev. Fachschulen waren um keine Frage oder Antwort verlegen.

Am Schluss kamen sie noch einmal auf Katharina Zell. Die Frau sei die geeignete Kandidatin für den US-Wahlkampf. Es folgte eine zündende Wahlkampfrede. Die Improtestanten sorgten für ein vergnügliches Ausstellungsende, bevor die „Frauen der Reformation“ als Wanderausstellung jetzt die Reise nach Landshut antreten und Diakoniepastorin Doris Schmidtke bei Gesprächen, Wein und Brot die Präsentation und den Abend beendete.