Die Kontaktstelle Inklusion ist bestrickend schön

Dieser Nachmittag in der Kontaktstelle Inklusion in Osnabrück war bestrickend bunt, außerdem der erste im Cafè Vielfalt. Als Zeichen dafür, dass hier Menschen mit und ohne Behinderung an einem (Woll-)Strang ziehen, wurde ein kunterbuntes Kunstwerk inklusiver Häkelleidenschaft angebracht.

Wenn Menschen sich mit und ohne Behinderung treffen entstehen neue Freundschaften, ein neues Cafè Vielfalt und nicht zuletzt ein bunt bestricktes Regenwasserrohr an der Iburger Straße.
Wenn Menschen sich mit und ohne Behinderung treffen entstehen neue Freundschaften, ein neues Cafè Vielfalt und nicht zuletzt ein bunt bestricktes Regenwasserrohr an der Iburger Straße.

Seit einem Jahr gibt es die Kontaktstelle Inklusion im evangelischen Kirchenkreisverband Osnabrück an der Iburger Straße. Hier arbeiten die Inklusionsbeauftragten der Kirchenkreise Osnabrück und Melle- Georgsmarienhütte Hand in Hand mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Birgt Jaeger, Maren Mittelberg, Gregor Bohnensack-Schlößer und Judith Soegtrop-Wendt halten hier alle Fäden in der Hand, damit Menschen mit und ohne Behinderung neue Gemeinsamkeiten entwickeln und Wege in ein inklusives Leben in Kirche und Kommune finden können. Die Fäden in der Hand hatte in diesem Fall auch Elisabeth Tischler, Dozentin der VHS mit Höreinschränkung und Ehrenamtliche der Kontaktstelle. Beim Stadtteilfest Fledder-Schölerberg hatte sie viele Menschen mit ihrer Wollleidenschaft angesteckt. Es wurde gehäkelt, gestrickt und gekordelt. Dabei entstanden kunterbunte Bänder – ein Zeichen des inklusiven Zusammenhaltes.

Viel zu schade, als in den Regalen der Kontaktstelle liegen zu bleiben, meinten Birgit Jaeger und Maren Mittelberg. Unter dem Motto „Wir wollen Vielfalt“ luden sie Nachbarn, Freunde und Bewohner des Agnes Schoeller-Hauses der HHO in die Kontaktstelle ein. Neben dem Kennenlernen stand die Anbringung des Woll-Objektes an. Band für Band wurde am Regenwasserablauf befestigt, so dass das vorher schmucklose Rohr jetzt zum farbenfrohen Zeichen der Inklusion wurde. Bis zur Dachrinne ist noch jede Menge Platz. Es können also weitere Wollbänder befestigt werden. 

Weil das Ziel „Dachrinne“ irgendwann erreicht werden soll, eröffneten die Mitarbeiter der Kontaktstelle kurzerhand das Cafè Vielfalt. Es ist einmal im Monat -  jeweils am ersten Donnerstag von 10 bis 11.30 Uhr – geöffnet. Alle Gäste sind nicht nur zum Häkeln und Stricken eingeladen. „Wir wollen uns kennenlernen, Inklusion entwickeln und gestalten,“ sagt Birgit Jaeger. Und mehr noch: es wurde auch ein „Mädchenmittagstreff inklusiv“ verabredet. Er findet erstmals statt am Samstag, 22. Oktober von 12.30 bis 14.30 Uhr in der Kontaktstelle, Iburger Str. 105. Das Cafè Vielfalt öffnet wieder am Donnerstag, 10. November um 10 Uhr. Info unter Tel. 01708222901, mail: birgit-jaeger@remove-this.evlka.de