Die Fabi ist ein Menschenfinder

„Die Fabi hat einen festen Platz in der Osnabrücker Bildungslandschaft“, versicherte Martina Kischel, als sie die Festgäste zum 60-jährigen Jubiläum der Ev. Familienbildungsstätte begrüßte. Die Zahlen geben der pädagogischen Leiterin Recht, denn rund 150 Kursleiter erteilen in 742 Veranstaltungen über 10.000 Unterrichtsstunden, die allesamt das Leben leichter und schöner machen.

Tropenhitze und Gewitterwolken verschwanden pünktlich zum Beginn des großen Familienfestes. Gefeiert wurde drinnen und draußen, zunächst im Foyer des Fabi-Gebäudes. Gaby Sanders, Vorstandsvorsitzende der Einrichtung, erinnerte an die Gründung der ehemaligen Mütterschule. Sie zeigte den Wandel von 1955 bis heute auf, von der Arbeit in den Räumen an der Tannenburgstraße bis zum jetzigen Domizil an der Anna-Gastvogel-Straße. Menschen finden hier Beratung, Begleitung und Begegnung, darüber hinaus aktive Freizeitgestaltung.

Die rasante Entwicklung, die die Familien-Bildungseinrichtung in 60 Jahren nahm, stellte auch Superintendent Friedemann Pannen in den Mittelpunkt seiner Andacht. Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeiter haben sich seit der Gründung den gesellschaftlichen Veränderungen gestellt und darauf flexibel reagiert. Für Neues brauche man immer Mut und viel Kreativität, so Friedemann Pannen. Die Fabi sei „ein Stück Menschenfinder geworden“, sagte der Superintendent im Vergleich mit dem Bibelwort aus dem Lukas Evangelium.

Nach den Glück- und Segenswünschen ging es in ein kunterbuntes Familienfest – wie alles andere brachte es „Fabi ins Leben“. Bestes Beispiel dafür war eine Fabi-Gruppe, das Impro-Theater. Wie auch die Familienbildungsstätte sind die Schauspieler auf die Anregungen und Zurufe der Gäste angewiesen. Spontan gespielt wurden Szenen des täglichen Lebens – ob beim Mittagessen einer Royalfamilie oder dem Männerkochkurs.

Ein buntes Spielefest mit der Hula-Hoop Werkstatt schloss sich an und es wurde zum Höhepunkt für die Jüngeren.